Die Würfel sind gefallen! – Zusammenfassung der Entscheidungen aus dem Calbenser Stadtrat
28. Oktober 2011
Die Premiere ist geglückt, der erste Live-Ticker auf dem Calbenser Journal hat alle gefällten Entscheidungen und Vorgänge der gestrigen Stadtratssitzung zeitnah für unsere Leser bereitgestellt. An dieser Stelle werden wir das gestrige Geschehen noch einmal zusammenfassen.
Ein mit gut 50 Zuschschauern gefüllter Saal im Friedrich-Schiller-Gymnasium von Calbe zeigte das große Interesse an den brisanten Entscheidungen, die gefällt werden mussten.
Die Sitzung beginnt mit den üblichen Formalitäten. Im Zuge dessen bedankte man sich beim langjährigen Stadtratsvorsitzenden Dr. Hamm mit einem großen Strauß Blumen. Dr. Hamm hatte vor einiger Zeit seinen Rücktritt von diesem Amt aus gesundheitlichen Gründen bekanntgegeben.
Aus diesem Grund musste ein neuer Stadtratsvorsitzender gewählt werden. Für diese Wahl wurden Alexander Berlin und Rudolf Kramer vorgeschlagen. Letzterer lehnte eine Kandidatur jedoch ab. Somit galt es nur über einen potentiellen Anwärter abzustimmen. Der Calbenser Rechtsanwalt Alexander Berlin wurde mit 18 Ja-Stimmen zu 5 Nein-Stimmen zum neuen Stadtratsvorsitzenden gewählt und nahm diese Wahl auch an.
Die Entscheidungen der Stadtratssitzung
Der Bismarckturm und der Tiergarten sollen nicht geschlossen werden. Mit Hilfe der Freizeit GmbH Bernburg soll eine kostengünstige Variante angestrebt werden.
Auch die Heimatstube wird nicht geschlossen. Jedoch soll mit dem Heimatverein über eine höhere Eigenbeteiligug verhandelt werden. Gleiches gilt für die TSG Abteilungen Kanu (Bootshaus), Tennis (Tennisanlage) und Reitsport (Reitplatz).
Die Bibliothek wird zum 31.12.2012 geschlossen. Um den Bürgern auch weiterhin die Möglichkeit der Ausleihe zu bieten, sollen Verhandlungen mit dem Bibliotheksverein des Landkreises geführt werden.
Ebenfalls von einer Schließung betroffen ist die Sporthalle Zuckerfabrik zum Schuljahresende 2013/14, weil anfallende Sanierungskosten zu teuer wären.
Das Heger-Schwimmbad soll solange erhalten werden, wie die Kosten noch verträglich sind, bei größeren Reperaturen muss leider auch diese einrichtung geschlossen werden. Ähnliches gilt für die Fähre. Diese soll bis zur nächsten Revision weiter betrieben werden. Erst danach soll neu über den Verbleib der Fähre abgestimmt werden.
Die Schließung der Goethe-Grundschule war bereits vor der Sitzung beschlossene Sache. Jedoch wird sie nun bis zum Schuljahresende 2013/14 als Außenstelle der Lessingschule fungieren. Danach endet die Trägerschaft der Stadt Calbe/Saale. Über einen Nachfolger in freier Trägerschaft, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, da der Tagesordnungspunkt 26 auf Antrag des Bürgermeisters von der Liste gestrichen wurde.
Der Punkt Jugendarbeit bleibt weiter unklar, weil seit gestern zwei konträre Beschlüsse des Rates vorliegen. In einer vorangegangenen Sitzung wurde der Wegfall der Streetworkerin Frau Gutjahr beschlossen und gestern wurde darüber befunden, dass die Ausgaben zur Jugenarbeit bestehen bleiben. In diesem Punk Klarheit zu schaffen, ist Aufgabe der Stadtverwaltung. Die Jugendeinrichtungen in Schwarz und Trabitz bleiben von Einsparmaßnahmen verschont.
Während der Diskussion zur Gefahrenabwehrverordnung wurde dem Antrag Ch. Behlaus (Linke) zum Rauchverbot auf Spielplätzen zugestimmt. Damit wird es zukünftig generell verboten sein, auf Spielplätzen zu rauchen.
Den Ticker zur Sitzung finden Sie hier: www.calbenser-journal.de/1619/news/stadtrat-live/
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Dieser Artikel wurde am 28.Oktober 2011 von 





















Die Stadträte haben den Mut gefunden auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Im Ergebnis dürfte es für die Sportvereine keine einschneiden finanziellen Veränderungen geben.
Das Schwimmbad und die Fähre haben “Galgenfristen” erhalten. Das Ende dürfte jedoch leider feststehen. Jedenfalls aus Sicht des städtischen Haushalts. Es sei denn, es finden sich engagierte Bürger zusammen und
nehmen sich der Stätten an. Ein Brainstorming sei hier erlaubt. Könnte sich nicht ein “Fährverein” gründen, welcher sich um das Betreiben kümmert? Oder ein “Schwimmbadförederverein”? Gelungene Beispiele hierfür findet man auch im Internet. Also Calbenser: “Macht Euch ran!”
Im Hinblick auf die Jugendarbeit wird abzuwarten sein, ob der gefasste Beschluss umsetzbar ist. Der Bürgermeister wird prüfen müssen, ob hier möglicherweise gegen die Selbstbindung verstoßen wurde, da die Stelle der Streetworkerin bereits mit dem 4. Personalentwicklungskonzept gestrichen wurde. Auf der anderen Seite ist auf das 5. PEK abgestellt worden, welches bis zum April 2012 erarbeitet werden soll. Dann müsste hier die Stelle wieder rein. Es bleibt daher abzuwarten, was die Prüfung des BM ergibt.
1“Mutig” nenne ich die Entscheidungen ja nun gerade nicht. Mut hätte derjenige bewiesen, der für Calbe und seine Einrichtungen kämpft und statt dessen diesen aufgebauschten Verwaltungsapparat schlankt. Es ist nicht verwunderlich, dass die Einwohnerzahl von Calbe stetig schrumpft, wenn nichts, aber auch absolut gar nichts für Familien getan wird. Was bietet denn die Stadt Calbe ihren Kindern, die die Zukunft dieser desolaten Stadt bedeuten?
2Wir müssen uns von Pralinen trennen um überhaupt Brot essen zu können! Was nützen Pralinen ohne Brot!
3Lächerlich!!!
Jetzt werden die Bürger angesprochen um Vereine zu gründen, warum???
Da haben sie sich in den letzten Ausschüssen wohl nicht richtig informiert…
Auch diese Möglichkeit wurde von Herrn Hause großspurig geäußert. Mal wieder ohne sich weiter zu informieren. Laut dem Finanzamt würde diese Möglichkeit genauso wenig ändern. Auch ein Verein würde aus der Mittelverwendung KKH als keinen Cent sehen. Und als Verein Beträge in Größenornungen über 500.000 Euro zusammen zukriegen, ist wohl unmöglich…
4Bitte nicht verwechseln! Die Mittel gibt es nicht, das ist richtig! Der Aufruf gilt für das Betreiben! für die Zukunft! Nicht der Mittelverwendung aus dem KKH wegen. Bitte nicht immer nur “Dagegen”, die Energie könnte auch für neue Ideen verwendet werden! Oder vielleicht sogar noch mehr…
5Wegen des Schwimmbades, kann man sich auch mal im Internet informieren. Es gibt zahlreich ähnlich gelagerte Fälle, wo ein Verein letztlich das Schwimmbad durch neue Wege gerettet hat! Aber dazu gehört als erstes Engagement!
Im Übrigen ist es unfair hier Herrn Hause anzugreifen. Die Idee stammt von mir und ich habe den Bürgermeister und Herrn Hause hiervon in Kenntnis gesetzt. Der Bürgermeister sollte diese Möglichkeit beim Finanzamt abfragen!!! Und dies hat er auch getan und musste leider mitteilen, dass diese Möglichkeit wohl nicht besteht! Soweit hergeholt war die Idee auch nicht…Warum erhält sonst die Hegersporthalle Mittel? Was ist hier anders? Der Sportverein! Es war also wert dieses prüfen zu lassen! Aber auch dies wird wieder nur schlecht geredet!!!
Wie stellen Sie sich die Arbeit der Räte vor? Soll jeder Rat beim Finanzamt, oder bei anderen Behörden nachfragen können, ob das Eine oder Andere geht? Der Rat BEAUFTRAGT die Verwaltung!
6Über den Verlauf und die Beschlüsse der letzten Stadtratssitzung konnte ich mich Dank des Calbenser Journals gut informieren. Erst einmal vielen Dank für diese Möglichkeit.
7Die Einsparungsmaßnahmen, die Calbe wohl aufgrund der schwierigen Haushaltslage umsetzen muss, sind für alle Betroffenen sehr schmerzlich. Dies gilt nicht nur für die Nutzer der Bibliothek, der Fähre, des Schwimmbads usw. sondern auch für die Menschen, die jetzt ihren Job verlieren oder versetzt werden müssen, aber auch für die Leute, die jahrelang an diesen Stellen mit viel Herzblut und Einsatz gearbeitet haben. Ich selbst kann die Gefühle dieser Personen gut nachvollziehen, da ich in Calbe aufgewachsen bin und als Zivildienstleistender bzw. kurzzeitig als Angestellter im Kinder- und Jugendhof Mitte der 1990iger Jahre tätig gewesen bin. Für mich bilden viele Erfahrungen, die ich damals in der Einrichtung sammeln konnte, die Grundlage für meine heutige berufliche Tätigkeit. Daher finde ich es auch persönlich als besonders bedrückend, wenn diese Einrichtung in Calbe Ende dieses Jahres geschlossen werden sollte. Außerdem würde Calbe mit dem Kinder- und Jugendhof eine Einrichtung verlieren, die im Vergleich zu ähnlichen Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche in anderen Städten eine sehr umfangreiche Ausstattung mit vielen Möglichkeiten aufweist.
Für den Weiterbestand in 2012 benötigt der Haushalt des Kinder- und Jugendhofes aktuell eine zusätzliche Finanzspritze von 20 000 Euro. Eigentlich ist der Landkreis wohl auch für die Bereitstellung dieser 20 000 Euro verantwortlich. Jedoch unterstützt der Salzlandkeis den Kinder- und Jugendhof nur mit 35 000 Euro pro Jahr statt der notwendigen 55 000 Euro. Hier liegt auf alle Fälle noch Klärungsbedarf vor. Es gibt nämlich in Sachsen-Anhalt seit 1996 eine sogenannte Jugendpauschale, die den Landkreisen und kreisfreien Städten als örtliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung gestellt wird (vgl. http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=8709 [Stand: 29.10.2011]). Kommen die Gelder dieser Jugendpauschale des Landes Sachsen-Anhalts auch wirklich in ausreichender Höhe in Calbe an!?
Die Caritas ist seit der Eröffnung des Kinder- und Jugendhofes im Jahr 1992 der Träger dieser Einrichtung und hat über Jahre hinweg einen außergewöhnlich hohen Eigenmittelbeitrag geleistet. Zuletzt wurde der Calbenser Kinder- und Jugendhof jährlich mit etwa 45 000 Euro durch den Träger bezuschusst, was einem Gesamtkostenanteil von etwa 50 Prozent entspricht. Diese Geldmittel kann der Caritasverband in diesem Umfang ab dem kommenden Jahr aber nicht mehr aufbringen. Übrigens: Nur 5 bis 15 Prozent und nicht 50 Prozent und mehr Eigenmittelanteil des Trägers sind bei solchen Förderungen eigentlich üblich.
Nun ist die Frage, ob sich die Stadt Calbe trotz der prekären Finanzlage eine zusätzliche Unterstützung der Einrichtung von 20 000 Euro für das kommende Jahr leisten kann. Wahrscheinlich könnte nur so diese Einrichtung in das Jahr 2012 hinübergerettet werden. Ab 2013 würde dann eventuell der Salzlandkreis Calbe diese 20 000 Euro zusätzlich aus der oben erwähnten Jugendpauschale auszahlen und der Calbenser Haushalt wäre dann wieder um diese 20 000 Euro entlastet. Auf jeden Fall könnten aber im nächsten Jahr mit diesen 20 000 Euro etwa 50 000 bis 60 000 Euro in Calbe für die Kinder- und Jugendarbeit im Jahr 2012 gehalten werden.
Schön, dass Sie uns gefunden haben. Wir danken ebenfalls, für den sachlichen Input in Bezug auf die Jugendarbeit. Bleiben Sie uns treu.
8Wie soll man an die Zukunft denken, wenn uns vergangene Entscheidung so hart treffen…
9Sie stehen auf der anderen Seite und haben anscheinend verlernt, mit dem Herzen der Bürger zu denken und zu handeln. Die Zukunft sieht für die Bürger Calbe´s mehr als düster aus. Warum also für die Zukunft kämpfen.
NEIN!!!
Stadtrat und Stadtverwaltung müssen aufgerüttelt werden, dass sollte jetzt in erster Linie unbsere Aufgabe sein, sonst wird es auch langfristig nicht besser laufen.
Darin erschöpft sich also Ihr Engagement… KAMPF DEN RÄTEN! Sehr konstruktiv. Und, es gibt nur eine Seite…
10Sie selbst haben es formuliert, Entscheidungen werden von den Stadträten getroffen, die Möglichkeit der Bürger sind denkbar dürftig. Also müssen wir im Kern ein Umdenken möglich machen, Stadträte und Stadtverwaltung müssen von ihrem Podest geholt werden, um das Vertrauen der Bürger zurück zugewinnen…Wie einige Stadträte es formulierten “Wir(Stadträte)werden doch im Moment gar nicht mehr Ernst genommen”
11Ich merke es hat keinen Sinn. Sie gedenken überhauptnicht sich konstruktiv einzubringen. Das ist schade. Aber es ist halt auch viel einfacher immer nur dagegen zu sein. Ich habe für derartige Einstellung kein Verständnis!
12Vielleicht ist es falsch immer dagegen zu sprechen, sicherlich…
13In den letzten Wochen haben wir für unsere Interessen gekämpft, unsere Argumente vorgebracht, versucht Missstände vorzubringen, eine Unterschriftensammlung mit 15%iger Beteiligung der Bürger vorgebracht…
Was hat es gebracht???
Mit dem Vorgehen von Stadtverwa<ltung und einigen Stadträten bin ich maßlos enttäuscht…
Wenn ich mir die meißten Komentare zu den Entscheidungen der Calbenser Stadträte so anschaue muß ich feststellen das meißt nur Kritik zu lesen ist. Wo sind die Vorschläge wie man es besser machen könnte. Jeder kann hier seine Konzepte gern vorstellen und ich bin sicher der Stadtrat hat für alles ein offenes Ohr. Ist es nicht besser über eventuelle Lösungen zu diskutieren als sich ständig nur zu beklagen. So wie ich das sehe gibt es sehr viele Bürgerinnen und Bürger die bestimmte Stätten gern erhalten würden. Warum setzen diese sich nicht zusammen und diskutieren wie dieses möglich wäre. Wenn dann Ideen entstehen können diese dem Stadtrat vorgetragen werden und wir schauen was daraus wird.
MfG Matthias Kausmann
14Wenn Vorschläge, Argumente, Diskussionen und Einwände ins Nichts laufen, bleibt einzig die Kritik…
15Aufgrund eines nachvollziehbaren Sachverhaltes, nämlich der Schulschließung, jetzt generell gegen bestimmte Stadträte zu schießen, erscheint mir doch sehr einseitig und oberflächlich.
Mein Eindruck wird dadurch noch mehr verstärkt, wenn Ideen, wie die Gründung von Vereinen (um eine Gemeinnützigkeit herzustellen), als lächerlich bezeichnet werden.
Wenn eine Stadt, wie Calbe, kurz vor der Fremdverwaltung steht, die Kassen knapp sind, dann ist es eben natürlich auch an den Bürgern bestimmte Dinge selbst in die Hand zu nehmen bzw. unterstützend einzugreifen.
Calbe braucht Ideen, keine Blockierer.
16@ anja:
Mich würde interessieren, welche Vorschläge angebracht wurden?
Ist die Initiative gegen die Schließeung nicht sogar erst nachdem Beschluss aktiv geworden?
17Es ist mit Sicherheit nicht angenehm, dass ein Teil der Kinder einen weiteren Weg in die Schule haben werden als andere und natürlich wäre ein zentraler Schulstandort von Vorteil. Leider steht keines der beiden Gebäude zentral und somit würde es immer einen Teil von Bürgern geben, die mit der Standortwahl nicht zufrieden sind.Die Stadt kann es aber nicht allen recht machen und jegliche Kosten außer Acht lassen und 2 Schulgebäude am Leben erhalten. Da die Schließung einer Schule in Zukunft notwednig zu sein scheint, sollten alle Eltern froh sein, dass ihren Kindern Bedingungen innerhalb einer dieser Schulen geschaffen werden, in der sie in einem vernünftigen Umfeld lernen können, auch wenn ein Teil der Schülerinnen und Schüler dafür einen etwas weiteren Schulweg in Kauf nehmen muss. Aus meiner persönlichen Sicht, wurden doch klare Argumente vorgebracht, die für den Standort Lessingschule sprechen. (eigene Sporthalle, eigener Sportplatz, ein Hortgebäude, bessere Parkmöglichkeiten, Bushaltestelle)Ich denke, dass dies eine rein sachliche Entscheidung war und somit zu akzeptieren ist und das Beste daraus gemacht werden sollte. Ansonsten teile ich die Meinung von NoName und Matthias, dass wir Bürger nicht nur meckern sollten, sondern uns konstruktiv einbringen, Ideen vorstellen, Vorschläge unterbreiten und gemeinsam nach Lösungen suchen. Außerdem steht jedem frei, wenn man mit den gewählten Vertretern nicht zufrieden ist, bei der nächsten Wahl sein Kreuz an anderer Stelle zu machen oder sich selbst auf eine dieser Listen setzen zu lassen und zu zeigen, dass man es besser kann.
Die Elterninitiative hat erst nach dem Beschluss agiert, aber auch nur, da im Vorhinein keine Informationen weitergegeben wurden. Es wurde eine Unterschriftensammlung gestartet – über 15% der Calbenser Bürger haben sich gegen den Beschluss zur Schließung der Goethe-Grundschlue ausgesprochen…
Bis zum heutigen Tage kam keine Reaktion – NICHTS!!!
Aus rechtlicher Sicht, hätte die Stadtverwaltung innerhalb von 3 Wochen reagieren müssen, auch in der letzten Stadtratssitzung war unser Anliegen nicht auf der Tagesordnung…???
Zu den Lösungsvorschlägen kann ich nur sagen, die Stadtverwaltung hat viel zu einseitg informiert, schon im Vorfeld wurde die Lessingschule ins bessere Licht gestellt…auch die Goethe-Grundschule hat ein Hortgebäude, eine Turnhalle, Sanierungskosten würden nur bei 2Mio – nicht bei 4Mio. wie in der Lessingschule liegen.
Was ich nicht verstehe und es kam ja nun auch der Einwand der Kommunalaufsicht, bis 2025 zeigen beide Schule genug Schülerzahlen auf. Geht es um die Sanierung der Schulen, kann ich nur sagen, im Enteffekt müssen beide Schulen saniert werden. Die Kämmer-Schule als freier Träger wäre einzig Mieter, d.h. die Stadt muss ebenfalls in der Goethe-Schule für die Sanierungskosten aufkommen.
Hoffentlich konnte ich den Unnütz dieses Beschlusses aufzeigen…
18Erneut gefährliche Halbwahrheiten
191.Warum hätte die Unterschriftensammlung auf der Tagesordnung stehen müssen? Hier war kein Bürgerbegehren vorgenommen worden, ist mir jedenfalls nicht bekannt.
2. Ich bin überzeugt, dass 99,9 % aller Bürger die Liste mit der formulierten Fragestellung unterschrieben hätten! Mich eingeschlossen! Keiner der Räte wollte eine Schule schließen!!! Und ALLE waren gds. auch dagegen. ABER wir haben auch eine Verantwortung in die Zukunft. Und da sind nuneinmal auch unpopuläre Entscheidungen notwendig.
3. Nunmehr geben Sie selbst an, im Vorfeld zu einseitig informiert gewesen zu sein. Was stimmt denn nun? – Ergo, dann kam der Beschluss doch nicht überraschend?!
4. Richtig wird angegeben, dass der mögliche neue Schulträger Mieter sein soll. Die Betonung liegt hier auf Mieter, d.h. es ist auch Miete zu zahlen. Somit können langfristig, und nur dies zählt hier, die Kosten des Gebäudes “Goetheschule” reduziert, gegen “Null” oder ggf. sogar mit Gewinn gefahren werden. Ist das keine Konsolidierung?
@Herrn Berlin,
zu 1. die Stadtverwaltung hat unsere Unterschriftensammlung als Petition gewertet, wohlgemerkt ohne sich zu informieren, was daraus resultiert!!! Auch eine PEtition bedarf einer Antwort/Beschluss, auch eine Peition muss auf die Tagesornung gesetzt werden, statt sie einfach zu übergehen.
Zu 2) Siehe 1) die Unterschriften einfach zu übergehen heitzt die Stimmung in der Bevölkerung eher an.
Zu 3)Nicht ich wurde zu einseitig informiert, sondern die Stadträte!!! Ich war auf dem Rathaus und hab mir Protokolle und die Ausarbeitung zur Stärken-Schwächen-Liste geben lassen, wohlgemerkt nach dem 08.09.2011. Und hier zeigten sich Missstände, dass Szenario wurde nur auf Schließung der Goethe-Grundschule dargestellt und darauf resultierende Folgen, die andere Möglichkeit wurde schlicht übergangen.
20Zu 4) Calbe ist pleite, aber eine vollsanierte Schule für 4 Mio Euro sanieren, die dann für 1000 Schüler ausgelegt ist, aber nur von knapp 200 genutzt wird???
Dem freien Träger dann auch eine Anschubfinanzierung in Höhe von 370.000 Euro zuzusagen…
Nein, auch im Zuge der Konsoliediering war es die falsche Entscheidung.
Ich lasse mich gern belehren, aber in der GO LSA finde ich keine Vorschrift, wo die Unterschriftensammlung drunter zu subsumieren wäre?! §§ 25, 26 dürften hier nicht den Voraussetzungen genügen, zB. konnte zwischen “Ja” und “Nein” gewählt werden? usw. Aber keiner ist unfehlbar, wenn Sie der Meinung sind, dass hier ein Fehler begangen wurde, steht Ihnen ggf. auch der Rechtsweg offen!
21Ja,genau…???
22Nur was Kleines Nebenbei:
23Wie wär´s mit einem Verein für Straßenschäden, einen Verein für die Sporthallen, einen Verein für den Roland, einen Verein für das Klärwerk, einen Verein für die Saale und viele weitere nette Vereine ??? Wow wie konstruktiv von einigen Stadträten, die Kosten mal schnell weiter zu reichen !? Ach uups, hab den Verein für die Bezahlung der Verwaltung vergessen !!! da ja niemand im Stadtrat eine Schule schließen wollte, wieso dann eigentlich wurde so entschieden ??? Nach den aktuellen Zahlen sind beide Schulstandorte doch bis 2025 aufrechterhaltbar !? Einzig die Einnahmen des Grundstücksverkauf und eine eventuelle Chancenerhöhung bei z beantragenden Finanzspritzen müssen als Begründung herhalten (Volksstimme-Interview von Herrn Tischmeyer)! Da ja leider der neue, bisher unberechtigt präsentierte Träger, in den nächsten Jahren auch finanziell unterstützt werden will, bleibt wohl nur eins: Ein erneuter Aufruf einiger Stadträte einen weiteren Verein zu gründen, dann eben mal zur Finanzierung der Zuschüsse für den freien Träger. Also dann mal ran, die Stadtverwaltung wird wohl in der nächsten Zeit viele Vereinsformulare drucken müssen, vielleicht finden sich ja auch finanzkräftige Signateure. In diesem Sinne Sport bzw. Vereine frei.
Wie polemisch!
24Sie müssen unterscheiden zwischen freiwilligen Aufgaben und Pflichtaufgaben der Stadt. Hier geht es um freiwillige Aufgaben, die wir gegenüber der Kommunalaufsicht einschränken müssen! Wenn also die Bürger nicht auf die Freiwilligen gänzlich verzichten wollen, wird eigenes Tun nicht vermeidbar sein. Das heißt selbstverständlich nicht, dass sich die Stadt dann gänzlich zurückziehen sollte. Es ist nur ein wesentlicher Unterschied, ob man der Kommunalaufsicht 50T€ Ausgaben präsentiert, oder 5T€ als Zuschuss. Nur ein Beispiel, wie es gehen kann: http://www.waldbad-borkheide.de
Wie rechthaberisch !
25Leider offenbart sich hier das gleiche Bild, wie in den zurückliegenden Stadtratssitzungen: Von oben herab werden freimütig Entscheidungen getroffen, sobald dann die Argumente zur Verteidigung der Entscheidungen fehlen, wird die Verantwortung ebenso freimütig entweder an die freiwilligen Calbenser (wohl aber eher an das Portemonai dieser), oder eben an eine höhere Verwaltungsbehörde geschoben. Es erscheint sehr schwer nachvollziehbar, dass die Komunalaufsicht eine Einsparung bei den freiwilligen Ausgaben von 90 Prozent innerhalb eines Jahres fordert, vielleicht wäre dahingehend auch endlich mal der Einsatz der Stadträte gefordert, um für verschiedene Sachen auch auf höheren Ebenen zu kämpfen !? Nur leider wäre man dort wohl nicht der uneingeschränkte Herr der Lage, was für manche wohl unvorstellbar wäre. Also dann doch lieber viele Vereine gründen. Hier wären noch einige Vorschläge: Verein zur Erhaltung der Grünen Lunge, Verein zur Weitererhaltung der Ruinen, Verein für Baumfällarbeiten, … Übrigens schön zu sehen, dass die Argumente zur Schule zufällig unberücksichtigt geblieben sind, ein Schelm der böses dabei denkt !!!
Leider muss ich feststellen, dass eine sachgerechte Diskussion nicht möglich ist. Vielleicht ist es auch zu einfach sich hinter Fantasienamen zu verstecken. Ich habe versucht etwas Transparenz zu schaffen und muss leider erkennen, dass dies nicht wirklich gewollt ist. Ich verabschiede mich daher aus der Diskussion und danke den Machern des CJ für die Möglichkeit des Gedankenaustausches.
26Vielen Dank, wir freuen uns ebenso, dass Sie sich hier der Diskussion gestellt und aus Ihrer Sicht die Sachverhalte erläutert haben. Bleiben Sie uns treu.
27Ich bedanke mich auch für gefähliche Halbwahrheiten, kostruktive oder doch nicht so kunstruktive Aussagen. Es zeigt sich deutlich, dass die Fronten verhärtet sind, wär es nicht doch einmal angemessen eine Einwohnerversammlung einzuberufen, um einen Platz für Diskussionen, Aufklärung und Kompromisse zu schaffen???
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