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Präventionshinweis – Vorsicht „Welpen zu verschenken“

5. Mai 2015

Mitte April diesen Jahres wurde ein 39-jähriger Staßfurter Opfer von Betrügern im Internet. Er hatte sich im Internet nach Hundewelpen umgesehen und wurde auf einer der Webseiten fündig. Hier wurden zwei Dobermannwelpen als „Zu verschenken“ angeboten.

Er meldete per Mail sein Interesse und siehe da, die Tiere waren natürlich noch zu haben. Per Mail wurde er dann aufgefordert 286,90.-€ für den Transport der Tiere zu zahlen, was er auch erledigte. Am nächsten Tag meldete sich der Anbieter und erklärte, dass für den Transport bestimmte Transportboxen notwendig werden und dafür ein Betrag von 717,90.-€ anfallen würden. Auch diesen Betrag entrichtete der Mann. Wieder einen Tag später wurde per Mail bekannt, dass eine Versicherungsgebühr für den Transport anfällt, die sich auf 361,90€ beläuft. In der vierten Mail wurde dann die abschließende Gebühr der Einfuhr in Höhe von 639,90€ verlangt. Sämtliche Überweisungen wurden über die Western Union Bank abgewickelt. Bei dieser Bank ist es unter anderem möglich Geld an bestimmte Personen im Ausland zuzustellen. Die Person legitimiert sich in ihrem Land und kann frei über das Geld verfügen.

Als die beiden Tiere knapp zwei Wochen später immer noch nicht bei dem Käufer eingetroffen waren, wurde er stutzig und begab sich zur Polizei.

Der Polizei ist die Masche bereits bekannt, auch im aktuell vorliegenden Fall wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet. Die Täter befinden sich aber im Ausland, meist nicht einmal dort, wohin das eingezahlte Geld transferiert wird. Die Kontobewegungen werden zudem über Dritte Personen durchgeführt. Eine Verfolgung des so verschwundenen Geldes ist sehr unwahrscheinlich. Meist ist das Geld kurz nach der Überweisung bereits auf nimmer Wiedersehen verschwunden.

Daher der Ratschlag an alle, die sich einen Hund kaufen wollen. Verwenden sie das Geld lieber bei einem der heimischen Züchter, Hier besteht nicht nur die Möglichkeit der gezielten Auswahl des Tieres sondern auch eine geringere Wahrscheinlichkeit Opfer eines Betrügers zu werden. Sollten sie aber doch im Internet nach Tieren Ausschau halten, dann prüfen sie sowohl das Angebot als auch den Anbieter vor der Bezahlung und nutzen wenn möglich sichere Bezahlweisen im Internet.

Auskünfte zu aktuelle Betrugsmaschen oder Hinweise zur Prävention bekommen sie bei der Polizei in ihrer Nähe oder finden sie im Internet unter www.polizei-beratung.de

Auch von den Verbraucherschutzzentralen werden sie natürlich gern beraten.

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L.Rode (lro)
Dieser Artikel wurde am 05.Mai 2015 von L.Rode (lro) veröffentlicht und wurde unter Ratgeber abgelegt.