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TSG Calbe holt Punkt in Wahrburg – Zweite Mannschaft rutscht ans Tabellenende

24. Februar 2016

Am siebten Spieltag der Landesliga A wollte die TSG bei Schlusslicht Turm Wahrburg die ersten Auswärtspunkte einfahren. In einer schwachen Begegnung mit hoher Fehlerquote auf beiden Seiten kam die Calbenser jedoch wie im Vorjahr nicht über ein 4:4 hinaus.  Die zweite Mannschaft verliert in der Bezirksliga Süd-Ost mit 2:4 gegen den VfB Ottersleben II und […]

Am siebten Spieltag der Landesliga A wollte die TSG bei Schlusslicht Turm Wahrburg die ersten Auswärtspunkte einfahren. In einer schwachen Begegnung mit hoher Fehlerquote auf beiden Seiten kam die Calbenser jedoch wie im Vorjahr nicht über ein 4:4 hinaus.  Die zweite Mannschaft verliert in der Bezirksliga Süd-Ost mit 2:4 gegen den VfB Ottersleben II und rutscht auf den letzten Tabellenplatz ab.

Die TSG wie schon des Öfteren in dieser Saison ersatzgeschwächt. Diesmal fehlten aus der Stammacht Alfred Weigelt und Erik Wandsleb. Christian Krausholz und Frank Brock rückten dafür ins Team. Aber auch die Gastgeber hatten Besetzungsnöte, mussten auf die etatmäßigen Bretter 2 und 3 verzichten. In der Anfangsphase lief noch alles nach Plan, hatten die TSG-Spieler sich leichte Vorteile in ihren Stellungen erarbeiten können. Klaus Krausholz hatte einen Mehrbauer, dessen Verwertung wohl nicht einfach gewesen wäre. Ein Turmeinsteller seines Gegners brachte jedoch die sofortige Entscheidung und die schnelle Führung für die Calbenser. Doch die Freude darüber währte nicht lange. Karl-Heinz Ulrich hatte gegen die Drachenvariante lang rochiert und einen verheißungsvollen Angriff auf die gegnerische Königsstellung eingeleitet. Doch er fand nicht die beste Fortsetzung, geriet stattdessen bei einem Konterangriff auf den eigenen König in eine Fesselung, die schließlich einen Turm und damit die Partie kostete. Kapitän Ralf Dahlke stellte dann auf 2:1 für Calbe. Nachdem sein Gegner Springer und Läufer gegen Turm und Bauer gegeben hatte, hatte Dahlke mit seinen Leichtfiguren im Zentrum das bessere Spiel. Nach weiterem Figurengewinn gab sein Gegner auf. Mit einem Doppelschlag drehten die Gastgeber dann die Partie. Frank Brock hatte mit den schwarzen Steinen lang rochiert und begann einen Angriff auf die gegnerische Königsstellung. Doch auch hier beendete ein Figureneinsteller die Partie schnell, diesmal allerdings zugunsten der Gastgeber. Die Führung gelang an Brett 7 in einer Partie, die hin und her wogte. Zunächst hatten die Gastgeber nach Qualitätsgewinn die besseren Aussichten. Doch Christian Krausholz gelang es, die Qualität zurück zu erobern und schuf sich einen Freibauern, der nur noch zwei Felder bis zur Umwandlung hatte. Dabei vernachlässigte er die eigene Königsstellung und geriet in einen Mattangriff. Es folgte ein Doppelschlag für Calbe. Hartmut Backe stellte zunächst auf 3:3. Backe war besser aus der Eröffnung gekommen; der Lohn waren schließlich zwei Mehrbauern. Das Turmendspiel mit den Mehrbauern führte er dann sicher zum Gewinn. Das 4:3 für die TSG dann durch Thomas Mühlen. Der Nimzoinder verlief zunächst eher verhalten, ehe Mühlen die Qualität gab, während er selbst zwei gedeckte Freibauern behielt. Einen der Freibauern trieb Mühlen bis zur vorletzten Reihe und dessen Umwandlung in einer Dame konnte sein Gegner nur durch Hergabe einer Figur verhindern. Doch ein gefährlicher Freibauer seines Gegners am anderen Flügel hätte die Partie fast noch kippen können, denn das Rückopfer des Turms stellte materiellen Gleichstand für seinen Gegner her. Aber ein fehlerhafter Königszug nach Schachgebot ermöglichte es Mühlen, seinen Turm hinter den gegnerischen Freibauern zu bekommen, womit der wichtige Sieg unter Dach und Fach war. Wie wichtig der war, zeigte sich in der letzten laufenden Partie des Tages. Andreas Ernst hatte sich eine aussichtsreiche Stellung mit Angriff auf die Rochadestellung des gegnerischen Königs aufgebaut. Nach Tausch seines Läufers blieb jedoch ein isolierter Doppelbauer auf der e-Linie zurück, die der gegnerische Springer zudem optimal blockieren konnte. Ernst hatte zwar die gegnerische Dame durch seine vor den Bauern postierten Türme aus dem Spiel genommen, geriet jedoch seinerseits durch die gegnerischen Türme über die offene d-Linie in Bedrängnis. Diese drangen nacheinander in die Stellung ein und nach einer Springergabel ging zunächst die Qualität und schließlich ein ganzer Turm verloren, so dass Ernst die Partie aufgab.

Das letztlich leistungsgerechte Unentschieden bedeutet aber noch nicht den angestrebten Klassenerhalt für die Rolandstädter. Die TSG Calbe rutscht damit auf Tabellenplatz 8 ab, der aber nach derzeitigem Stand in den oberen Ligen den Klassenerhalt bedeuten würde. Bei drei Punkten Vorsprung auf Platz 9 und noch zwei ausstehenden Spielen ist die TSG aber noch nicht im sicheren Hafen.

Calbe I: Karl-Heinz Ulrich, Thomas Mühlen (1), Hartmut Backe (1), Ralf Dahlke (1), Andreas Ernst, Klaus Krausholz (1), Christian Krausholz, Frank Brock

 

Calbe II rutscht ans Tabellenende

Nach der 2:4 Heimniederlage gegen den VfB Ottersleben II wird der Klassenerhalt für die zweite Mannschaft der TSG in der Bezirksliga Süd-Ost immer unwahrscheinlicher. Das Restprogramm wird keineswegs leichter werden, zumal die Mannschaft auch immer wieder Spieler an die erste Mannschaft abstellen muss und bislang noch kein einziges Mal in dieser Saison mit der stärksten Formation antreten konnte. Die Gäste konnten Calbe in der Tabelle überholen und gaben zugleich die rote Laterne an die Rolandstädter ab. Nur Steffen Sacher und Georg Mollwitz konnten Siege für die TSG erringen. Thomas Wieske, Rainer Irrgang, Tim Wandsleb und Moritz Wieschke (kampflos) unterlagen.

Calbe II: Steffen Sacher (1), Thomas Wieske, Georg Mollwitz (1), Rainer Irrgang, Tim Wandsleb, Moritz Wieschke (k)

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Karl-Heinz Ulrich
Dieser Artikel wurde am 24.Februar 2016 von Karl-Heinz Ulrich veröffentlicht und wurde unter Schach, Sport abgelegt.