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TSG holt Punkt gegen TuS Magdeburg – Zweite Mannschaft mit erstem Saisonsieg

15. November 2015

Am dritten Spieltag der Landesliga A kam die TSG Calbe zuhause gegen TuS Magdeburg trotz 4:2-Führung nur zu einem 4:4-Unentschieden. Beide Teams stehen damit weiterhin mit ausgeglichenem Punktekonto im Mittelfeld.

Die TSG war mit der ersten Acht angetreten, aber auch die Gäste hatten ihre stärkste Formation aufgeboten. Der Kampf sollte nach dem Plan beider Teams an den hinteren Brettern entschieden werden. An den Brettern 1 und 2 trennten sich recht bald Karl-Heinz Ulrich und Thomas Mühlen jeweils friedlich Remis von ihren Gegnern. Mühlen hatte ein Endspiel mit Türmen und Bauern sowie ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett. Bei Ulrich gab es bereits nach neun Zügen die Punktteilung. Umso härter wurde an den weiteren Brettern gekämpft. Klaus Krausholz hatte im Dame-Bauerspiel am Damenflügel einen Minoritätsangriff gestartet, der aber im Zentrum gekontert wurde, so dass die Partie verflachte und Remis gegeben wurde. Nach gut 2 Stunden dann Remis Nummer 4 durch Kapitän Ralf Dahlke. In der Englischen Eröffnung führte die Bauernlawine am Damenflügel zu keinem sichtbaren Vorteil, der Gegner hielt im Zentrum dagegen und tauschte Material ab, so dass auch hier – ein letztes Mal für dieses Match – der Punkt geteilt wurde. Dann die Führung für die TSG durch Hartmut Backe. In einer zunächst ausgeglichenen Stellung war der Versuch, durch Turmverdopplung auf der halboffenen a-Linie zu Angriff zu kommen, der Auslöser für Backes Zentrumsgegenstoß, der dazu führte, dass sein Gegner mit einem Bauern abseits der eigenen Linien zurück blieb. Backe hatte nun Spiel im Zentrum auf der geöffneten Turmlinie. Ein Fehler, der zum Qualitätsgewinn für Backe führte, beschleunigte das Ende. Backe gab die Qualität durch Tausch mit dem zentralisierten Springer des Gegners zurück und behielt im Schwerfigurenendspiel zwei Plusbauern. Diesen Vorteil spielte er sicher nach Hause. Alfred Weigelt erhöhte dann auf 4:2, so dass zumindest schon ein Mannschaftspunkt für Calbe gesichert war. Dabei hatte er bei seinem Saisondebüt zunächst eine kritische Phase in der Spieleröffnung zu überstehen, ehe er durch Damentausch den Druck abschütteln und die Partie ausgeglichen gestalten konnte. Ein ungenauer Turmzug seines Gegners ermöglichte ihm dann durch Linienöffnung seinerseits zu Angriff im Zentrum mit seinem aktiven König zu kommen und einen Bauern zu erobern. Die Stellung schien jetzt gewonnen, doch ein ungenaues Manöver führte zu Qualitätsverlust. Doch der Gegner machte nun den entscheidenden Fehler, indem er mit seinem Turm Weigelts Springer fesselte, dadurch aber seinem König den Weg zu Weigelts Freibauern versperrte. Weigelt entfesselte den Springer, wodurch der Bauer nun freie Bahn zur Grundreihe hatte und zur Dame ging. Nach Tausch der letzten Figuren war ein klar gewonnenes Bauernendspiel entstanden, so dass sein Gegner aufgab. Ob es zwei Mannschaftspunkte werden sollten, mussten nun die Partien von Erik Wandsleb und Andreas Ernst zeigen. Wandsleb hatte in der Caro-Kann-Verteidigung lange eine ausgeglichene Stellung gehalten, geriet dann aber durch seine vor den eigenen Reihen operierende Dame unter Druck, die immer wieder von Springer und Bauern angegriffen wurde und deshalb auf eine ungünstige passive Position zurückzuweichen hatte. Eine schwer zu sehende Ressource durch seine einzige aktive Figur, den Turm auf der 2. Reihe, fand er bei knapp werdender Bedenkzeit nicht mehr. Ein ebenso schwer vorhersehbares Springeropfer brachte seinen Gegner dann auf die Siegerstraße, der dadurch die Dame für Springer und Bauer eroberte und mit dem überlegenen Material nun keine Schwierigkeit mehr hatte, den vollen Punkt zu machen. Auch Andreas Ernst hatte in der Caro-Kann-Verteidigung am Königsflügel unter Druck gestanden, dabei mit Bauern und Springerpaar, die um den eigenen König geschart waren, eine passive Stellung erhalten. Bei vollem Brett brach sein Gegner mit der Dame im Zentrum durch und gewann dann einen Bauern und hernach eine Figur, so dass Ernst die Partie aufgab. Letztlich eine leistungsgerechte Punkteteilung.

Calbe I: Karl-Heinz Ulrich (1/2), Thomas Mühlen (1/2), Hartmut Backe (1), Ralf Dahlke (1/2), Andreas Ernst, Alfred Weigelt (1), Erik Wandsleb, Klaus Krausholz (1/2)

Die zweite Mannschaft der TSG Calbe kam in der Bezirksliga Süd-Ost beim knappen 3,5:2,5 über den SK Oschersleben II zum ersten Saisonsieg und springt dadurch zunächst auf den Relegationsrang. Auf Seiten der TSG war mit Frank Brock ein Jubilar im Team, der seinen 60. Geburtstag feiern durfte. Ein Sieg zum Ehrentag war ihm jedoch nicht geglückt, er musste sich mit einem Remis begnügen. Die TSG hatte Klaus Krausholz an die erste Mannschaft abstellen müssen, zudem fehlte Lars Saretzki. Für die beiden rückten Georg Mollwitz und Rainer Irrgang in die Mannschaft. Und sie machten ihre Sache gut, denn sie hielten an den Brettern 5 und 6 jeweils sicher Remis. Den einzigen vollen Punkt für die TSG machte Jürgen Sowada, der nach Figurengewinn im Mittelspiel die Partie sicher zum Sieg runterspielen konnte. Damit wurde er für die TSG zum Matchwinner, da auch an den ersten beiden Brettern die Brüder Christian und Hannes Krausholz jeweils ein weiteres Remis beisteuerten.

Calbe II: Christian Krausholz (1/2), Hannes Krausholz (1/2), Frank Brock (1/2), Jürgen Sowada (1) Georg Mollwitz (1/2), Rainer Irrgang (1/2)

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Karl-Heinz Ulrich
Dieser Artikel wurde am 15.November 2015 von Karl-Heinz Ulrich veröffentlicht und wurde unter Schach abgelegt.