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TSG weiterhin in Abstiegsnöten – 3:5-Niederlage gegen SV Rochade Magdeburg II

16. März 2016

Die TSG Calbe bleibt in der Landesliga A weiter in Abstiegsgefahr. In starker Aufstellung entführt der SV Rochade Magdeburg II beim 3:5 beide Punkte aus der Rolandstadt. Zugleich kam der SV Gardelegen zu einem knappen 4,5:3,5-Auswärtserfolg beim USC Magdeburg II und rückt damit bis auf einen Zähler an die TSG heran. Der Kampf um Platz […]

Die TSG Calbe bleibt in der Landesliga A weiter in Abstiegsgefahr. In starker Aufstellung entführt der SV Rochade Magdeburg II beim 3:5 beide Punkte aus der Rolandstadt. Zugleich kam der SV Gardelegen zu einem knappen 4,5:3,5-Auswärtserfolg beim USC Magdeburg II und rückt damit bis auf einen Zähler an die TSG heran. Der Kampf um Platz 8, der wahrscheinlich den Klassenerhalt garantiert, bleibt damit bis zur Schlussrunde offen.

Die TSG konnte zwar erstmals in der laufenden Saison ihre stärkste Formation aufbieten. Doch auch die Gäste hatten eine starke Mannschaft aufgeboten, die insbesondere im Unterhaus favorisiert war. Die erste Entscheidung des Tages fiel bereits nach knapp einer dreiviertel Stunde am Spitzenbrett. Im Nimzoinder konterte Karl-Heinz Ulrich den Angriffsversuch seines Gegners durch ein Springermanöver, bei dem die Damen zwangsweise getauscht wurden und die Partie daraufhin verflachte. Das Remisangebot seines Gegners nahm Ulrich nach 15 Zügen an. Nach gut einer Stunde die Führung für die Gäste an Brett 3. Hartmut Backe hatte die Deckung am Königsflügel vernachlässigt, was sein Gegner durch Eindringen mit dem Springerpaar ausnutzen und entscheidenden Vorteil herausspielen konnte. Es folgte Remis Nummer 2 durch Lars Saretzki, der durch konsequenten Tausch von Figuren in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickelte, das für keine Seite mehr zu gewinnen war. In der dritten Spielstunde wiederum Remis durch Erik Wandsleb. Der Königsangriff seines Gegners im Nimzoinder kam nicht zur Entfaltung, nachdem Wandsleb den Königsflügel abgeriegelt und im Zentrum alle Schwerfiguren getauscht hatte. Ein weiteres Remis dann durch Kapitän Ralf Dahlke, der zwar im Zentrum aufgrund Raumvorteils das etwas bessere Spiel hatte. Sein Gegner hielt aber die Linien geschlossen, so dass Dahlke keine Hebel mehr ansetzen konnte, um die Stellung zu öffnen. Deshalb wurde auch hier Remis vereinbart. Alfred Weigelt an Brett 6 hatte sein typisches Flügelspiel aufgezogen, dabei allerdings seinen weißfeldrigen Läufer selbst aus dem Spiel genommen und durch Tausch des Läufers eine ungünstige Bauernstruktur erhalten. Sein Gegner lies nun kein Angriffsspiel mehr zu und nahm durch weiteren Materialtausch den Schwung aus der Partie. Der Versuch, dennoch weiter den gegnerischen König zu attackieren, kostete zu viel Zeit, so dass im 32. Zug sein Blättchen fiel und die Partie durch Zeitüberschreitung verloren ging. Die TSG konnte dann zwar durch Thomas Mühlen noch einmal auf 3:4 verkürzen. Mühlen hatte seine Kräfte im Zentrum konzentriert und Raumvorteil durch drei vorgerückte verbundene Bauern. Sein Gegner verbrauchte viel Zeit, um immer wieder die sich auftuenden Lücken zu schließen und geriet dadurch in extreme Zeitnot. Der Versuch seines Gegners, im Zentrum Gegenspiel zu erlangen, kostete die Qualität. Wenige Züge später überschritt er die Bedenkzeit. Es war Mühlen´s vierter Saisonsieg. Mit sehr starken 6 Punkten aus acht Spielen ist er Calbes Topscorer der Saison. Doch ein Punktgewinn für die TSG war hier schon nicht mehr in Sicht. Andreas Ernst hatte zu diesem Zeitpunkt mit Minusfigur keine Aussichten mehr und gab nach knapp fünf Stunden die Partie auf. Ernst hatte gegen seinen favorisierten Gegner einen schweren Stand gehabt. Sein Versuch, durch Figurenopfer für zwei Bauern Gegenspiel zu erlangen, drang nicht durch und der Gästepieler spielte die Partie anschließend souverän nach Hause.

 Calbe I: Karl-Heinz Ulrich (1/2), Thomas Mühlen (1), Hartmut Backe, Ralf Dahlke (1/2), Andreas Ernst, Alfred Weigelt, Erik Wandsleb (1/2), Lars Saretzki (1/2)

Calbe II mit Kantersieg über Einheit Staßfurt II

Die zweite Mannschaft der TSG Calbe kam in der Bezirksliga Süd-Ost zu einem deutlichen 5:1-Heimsieg über die zweite Mannschaft von Einheit Staßfurt. Die TSG klettert durch diesen Sieg auf den Relegationsplatz und hat es weiter selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu sichern. Die Gäste hatten an den Brettern 5 und 6 jugendliche Nachwuchsspieler aufgeboten, gegen die die Calbenser Routiniers Georg Mollwitz und Rainer Irrgang ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und die TSG alsbald mit 2:0 in Front brachten. Bei diesem beruhigenden Zwischenstand konnte Steffen Sacher und bald darauf auch Hannes Krausholz ihre Partien Remis geben, zumal an den ersten beiden Brettern sich zumindest ein weiterer Sieg abzeichnete. Klaus Krausholz hatte im Mittelspiel eine Figur erobert und brachte diesen Vorteil im Schwerfigurenendspiel sicher nach Hause. Beim Stand von 4:1 für Calbe waren somit die Mannschaftspunkte bereits gesichert. Die Partie am Spitzenbrett war die längste und vom Spielverlauf her auch die interessanteste. Beide Seiten hatten zu unterschiedlichen Seiten hin rochiert und wollten den Sieg. Zunächst schien die Gästespielerin nach Bauerngewinn auch die etwas besseren Karten im Schwerfigurenendspiel zu haben. Doch der Mehrbauer war ein gedoppelter Bauer, so dass Christian Krausholz mit seinem König aktiv in die gegnerische Stellung eindringen und einen Freibauern schaffen konnte. Beide Seiten kamen durch Bauernumwandlung zu einer neuen Dame, doch Krausholz hatte nun das aktivere Spiel und kam durch konsequentes Zurückdrängen des gegnerischen Königs mit fortlaufenden Schachgeboten zum Damentausch und einem gewonnenen Bauernendspiel, so dass seine Gegnerin die Partie aufgab.

Calbe II: Christian Krausholz (1), Klaus Krausholz) (1), Hannes Krausholz (1/2), Steffen Sacher (1/2), Georg Mollwitz (1), Rainer Irrgang (1)

 

 

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Karl-Heinz Ulrich
Dieser Artikel wurde am 16.März 2016 von Karl-Heinz Ulrich veröffentlicht und wurde unter Schach, Sport abgelegt.